Almwirtschaft und Klimawandel

Der Klimawandel ist in aller Munde und doch bleibt vieles abstrakt. Gerade auf der Alm wirken die Klimaveränderungen viel intensiver und durchdringlicher. In dieser 3-tägigen Fortbildung machen wir den Klimawandel vor Ort sicht- & spürbar und setzen die Veränderungen in Beziehung zur traditionellen und aktuellen Almwirtschaft. Am Gramai Hochleger, einem Biodiversitätshotspot im Herzen des Karwendels, finden wir ideale Bedingungen, um Wissen, Praxis und Naturerfahrung zu verbinden und durch unser eigens Handeln Wirkung zu erzeugen. Alles, was du mitbringen musst: Neugier, Trittsicherheit und Offenheit für neue Ideen.

Inhalte der Fortbildung

  • Geschichte & Wesen der Almwirtschaft
  • Ökosystemleistungen (z. B. Biodiversität)
  • Alpine Flora & Fauna
  • Geomorphologie, Bodenbildung, Landschaftsbild & Naturereignisse
  • Praxis der Almpflege
  • Klimawandel im alpinen Raum
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Methoden

  • Exkursionen & gemeinsames „Landschaft lesen“
  • Forschendes Lernen (Vegetationsaufnahmen, Landnutzungsänderungen)
  • Gespräche am Feuer
  • Erfahrungslernen am Berg
  • Austausch mit Menschen, die etwas zu erzählen haben
  • Gemeinsames Anpacken

Ort

Der Gramai Hochleger liegt im Herzen des Karwendels auf 1750m Seehöhe und ist über Pertisau am Achensee erreichbar. Auf dieser Alm wird im Sommer Galtvieh (Jungtiere) gehalten. Die Alm ist wunderbar eingebettet zwischen Hahnenkampl und Sonnjoch und weist eine große Vielfalt an Blütenpflanzen auf. Sie ist der ideale Ort, um Almwirtschaft und Klimawandel zu erfassen. Die Alm verfügt über eine einfache, dem Thema entsprechende, Unterkunft. https://www.karwendel.org/3-gramaialm-hochleger-1756-m/

Blick auf die Almregion am Gramai Hochleger, Naturpark Karwendel – Hermann Sonntag

Bildreicher Einblick in die Fortbildung

Die Bildergalerie der ersten Fortbildung im Juni 2026 gibt dir einen ersten Einblick in die Gestaltung und Inhalt der Fortbildung.

Ankunft am Gramai Hochleger, Hermann Sonntag

Aufbruch ins Gelände, Marina Hausberger

Ein Gipfel darf natürlich nicht fehlen! Hermann Sonntag

Almbauer Sepp Rieser lässt uns an seinen Erfahrungen teilhaben, Hermann Sonntag

Erläuterungen zur Geologie durch Benjamin Spitaler, Marina Hausberger

Alpen-Leinkraut auf dem Weg zum Sonnjoch – Hermann Sonntag

Beim gemeinsamen Arbeiten lernt man die Almwirtschaft am besten kennen! – Marina Hausberger

Volle Konzentration bei der Ausarbeitung der Forschungsfrage! Hermann Sonntag

Zielgruppe: Von Bergwanderführer*innen bis Klimapädagog*innen

Die Fortbildung richtet sich an:

  • Mitarbeiter*innen von Natur- und Nationalparks, Schutzgebietsbetreuer*innen
  • Bergwanderführer*innen, Naturführer*innen, Klimapädagog*innen
  • Interessierte, die sich persönlich mit dem Thema auseinandersetzen möchten
Beim ersten Durchgang 2026 waren viele Bergwander- und Naturführer*innen mit dabei! Hermann Sonntag

Organisatorisches

  • Termin: Mittwoch, 23. bis Freitag, 25. Juni 2027
  • Maximale Teilnehmerzahl: 12 Personen
  • Zugangsvoraussetzungen: keine
  • Kosten: 550 € pro Person (inkl. Unterlagen & Begleitung durch Bergwanderführer; exkl. Übernachtung & Verpflegung)
Eine gute Vorbereitung ist das halbe (Fortbildungs)leben! 😉

Stimme einer Teilnehmerin

„Ich konnte sehr viele Informationen mitnehmen, die ich künftig gerne in meine Führungen einbauen werde“

– Silvana Beer, Bergwanderführerin aus der Region Wilder Kaiser –

Kursleitung

Mag. Hermann Sonntag

Biologe, zertifizierter Naturvermittler, Klimapädagoge

Hermann ist seit mehr als 25 Jahren im Natur- und Klimaschutz tätig und hat sich in seiner Selbständigkeit u.a. auf die Vermittlung von „Biodiversität & Klimawandel“ spezialisiert.

Er hat gemeinsam mit Marina Hausberger die Fortbildung konzipiert.
www.sonntagplus.com

Magdalena Haidegger, MSc

Biologin

Magdalena ist bereits seit 2000 im Naturpark Karwendel in verschiedenen Funktionen tätig – insbesondere im Naturschutz bei Mooren & Almen. Im Sommer betreut Sie unter anderem einige der tatkräftigen Freiwilligen-Aktionen bei denen die Almflächen vom Karwendel gepflegt werden

Sie kümmert sich bei der Fortbildung vor allem um alle Almpflege-Themen.
Geografin, Klimapädagogin

Marina ist seit 2014 im Naturpark Karwendel aktiv und hat sich insbesondere im Themenfeld „Almwirtschaft & Naturschutz“ einen breiten Wissensschatz aneignen können, den sie mit viel Einsatz und Leidenschaft gerne weitergibt.

Sie hat mit Hermann Sonntag die Fortbildung konzipiert, ist allerdings 2027 wegen eines Sabbaticals nicht dabei.

Weitere Referent*innen

Nicola Funcke, Bakk.

Biologin

Nicola hat ihre Bakk.-Arbeit am Gramai Hochleger verfasst und sich damit sehr intensiv mit dieser Landschaft und der Biodiversität beschäftigt.

Sie gibt Einblicke in die Biodiversitäts-Forschung.


Benjamin Spitaler, MSc

Geologe

Benjamin ist Doktorand am Institut für Geologie der Uni Innsbruck.

Er lässt uns die Landschaft durch die Augen eines Geologen sehen.

Ossi Sauer

Klimapädagoge

Ossi ist ein umtriebiger Geselle und u.a. als Klimapädagoge aktiv.

Beim Almmodul schließt er die Lücke zwischen den Teilnehmer*innen und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Christian Staudinger

Steinbockexperte

Christian hat uns bei der Fortbildung 2026 anhand des Steinwilds das Leben der Wildtiere im Hochgebirge mit viel Begeisterung und Hintergrundwissen vermittelt.

Almbauer Sepp und unsere Hüttenwirte Kathi & Chrissi

Sepp Rieser

Hotelier und Landwirt

Sepp ist nicht nur ein sehr erfolgreicher Hotelier in Pertisau, sondern auch ein leidenschaftlicher Landwirt.

Er berichtet uns über die Veränderungen auf seiner Alm in den letzten Jahrzehnten.


Kathi & Chrissi

Hüttenwirte

Seit nunmehr 11 Saisonen sind Kathi und Chrissi die Hüttenwirte am Gramai Hochleger.

Sie sorgen dafür, dass es uns an Nichts fehlt und wir ein gute Zeit auf ihrer Alm verbringen dürfen.

Anmeldung & weitere Informationen

Mag. Hermann Sonntag, sonntagplus
Weisstraße 9, 6112 Wattens
+43 664 2041015
hermann@sonntagplus.comwww.sonntagplus.com

Zeitraum: 23. bis 25. Juni 2027
Auftraggeber: Eigenregie
In Zusammenarbeit mit: Naturpark Karwendel, phenitus
Ort: Pertisau, Gramai Hochleger
Leistungen: Kommunikation, Naturvermittlung

umgesetzte Projekte

  • gradwandern – den Klimawandel vor Ort sichtbar machen

    „gradwandern" - Klima-Themenweg im Naturpark Weißbach
  • Freiwillige und Almbewirtschafter*innen bei der Almpflege im Alpbachtal

    Almpflege im Alpbachtal: Gemeinsam für artenreiche Almen

    Freiwillige im Einsatz für die Artenvielfalt
  • Felix Lassacher

    AMooRe: Regionale Kommunikation für Moorrenaturierung

    Aus Liebe zu den Mooren!
  • Didaktisches Moorkonzept Achenkirch

    Naturerfahrung, spielerische Aktivitäten und Forschendes Lernen vereinen
  • Umweltbildungsprogramm für Tiroler Fischereiverband

    Fische als Botschafter alpiner Wildflüsse
  • Tiroler Naturpark Ranger

    Ausbildung zum Tiroler Naturpark-Ranger.
  • Skitourenlenkung Largoz-Voldertal

    Naturraum respektvoll nützen durch gemeinsame Besucherlenkung.
  • Almwirtschaft und Klimawandel

    Einmalige Fortbildung auf über 1.700m Seehöhe.
  • Moormodell PEAT 3 geht in Serie!

    Unser Moormodell PEAT 3 erklärt die Funktion und Bedeutung von Mooren einfach und anschaulich.
  • Museumsführer Holzerhütte Scharnitz

    Praktische Gebrauchsanweisung, Geschichtenheft und Drehbuch in Einem!
  • Die Klimareise wird mobil und flexibel!

    Die Klimareise mit der Welt im Labor kommt jetzt auch in eure Region!
  • Der Weg zur Umsetzung des Managementplan Tiroler Lech

    Wir machen! Managementplan in die Umsetzung bringen.
  • Erklärvideos für die neue Ausstellung im Naturparkhaus Kaunergrat

    Komplexe Zusammenhänge anschaulich erklären.
  • Skitourenlenkung Vitalregion über Innsbruck

    Naturraum respektvoll nützen.
  • Revitalisierung des Alten Gießens in Hinterriß

    Viele kleine Dinge machen, bewirkt auch Großes.
  • Anpacken – das Handbuch für Projekt- und Gruppenleiter*innen

    Für die einen ist es nur ein Handbuch. Für uns die Bibel der Freiwilligenarbeit.
  • Die Klimareise – ein Tag mit guten Aussichten

    Eine anregende Reise von globalen Klimathemen zum persönlichen Handeln
  • Renaturierung Ribach

    Umsetzung Managementplan alpine Wildflüsse

    Damit der Plan nicht (nur) „für die Fisch“ ist
  • Kleine Moosjungfer

    Moorrenaturierung und Forschung

    Wenn das Leben in den Mooren zurückkehrt
  • Team Karwendel am Issanger

    Die Freiwilligenplattform Team Karwendel

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
  • Bergsteigerbus in die Eng

    Wandern mit öffentlicher Anreise – der „Wöffi“ war geboren!

    Öffentliche Anreise gewinnt an Bedeutung
  • Führung durch das Museum Holzerhütte

    Interregprojekt „Wege des Holzes“

    Scharnitz auf dem Holzweg
  • Forschung Heuschrecken auf der Schotterbank

    Erfolge messbar machen: Indikatoren etablieren

    Die eigene Arbeit wirkungsvoll auf den Weg bringen
  • Naturparkhaus Hinterriß mit Außengelände

    Oasen der Artenvielfalt

    Chancen müssen genutzt werden
  • Heimat Österreich-Dreh

    Öffentlichkeitsarbeit – wir haben einen Plan!

    Solide Öffentlichkeitsarbeit muss nicht teuer sein
  • Junior Ranger im Moor

    Etablierung der Junior-Ranger

    Gekommen, um zu bleiben
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