Im Auftrag der Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol unterstützen wir im Rahmen des LIFE-Projekts AMooRe die regionale Kommunikation zur Moorrenaturierung im Bezirk Kitzbühel. Ein wichtiger Ausgangspunkt ist die rund 7,5 Hektar große Paradieswiese. Unser Ziel ist es, die geplanten Maßnahmen verständlich zu vermitteln, regionale Akteur*innen einzubinden und Strukturen zu schaffen, die auch auf andere Bezirke übertragbar sind. Gute Kommunikation entsteht dabei nicht am Schreibtisch, sondern gemeinsam mit den Menschen und Netzwerken vor Ort.
Vom regionalen Aktionsplan zur Umsetzung
Am Beginn stand ein halbtägiger Workshop mit regionalen Entscheidungspersonen. Gemeinsam entwickelten wir einen Aktionsplan, der die Kommunikation und Bewusstseinsbildung rund um die Moorrenaturierung strukturiert. Wir stellten dabei gemeinsam drei wesentliche Zielgruppen in den Mittelpunkt: Schulen, Landwirtschaft und die interessierte Öffentlichkeit. Aus den gemeinsam gesetzten Schwerpunkten wurden unmittelbar konkrete Maßnahmen abgeleitet.

Drei Zielgruppen – konkrete Maßnahmen
Der Aktionsplan blieb nicht in der Schublade. Gemeinsam mit regionalen Partner*innen begannen wir unmittelbar mit der Umsetzung:
- Schüler*innen: Im neuen Schuljahr startet gemeinsam mit natopia ein eigenes Schulprogramm zur regionalen Moorrenaturierung.
- Landwirt*innen: Gemeinsam mit dem Regionalverband regio³ wurde eine praxisorientierte Fachexkursion umgesetzt und es werden weitere folgen.
- Interessierte Öffentlichkeit: Mit dem Museum Kitzbühel entstand in kurzer Zeit ein eigener Ausstellungsraum zur Moorrenaturierung im Rahmen der aktuellen „Schwarzsee-Ausstellung“.
- Ein vielfältiges Veranstaltungs-Programm des Museums Kitzbühel macht die Moore und ihre Renaturierung während des Sommerhalbjahres direkt erlebbar.
- Medienarbeit: Artikel in Zeitschriften und im Internet informieren kontinuierlich über Hintergründe, Fortschritte und Beteiligungsmöglichkeiten.
Integration und regionales Engagement sind die zentralen Grundsätze der Umsetzung. Bestehende Einrichtungen, Netzwerke und Veranstaltungen werden bewusst einbezogen. Dadurch entstehen keine isolierten Einzelmaßnahmen, sondern ein regional getragenes Gesamtprogramm, das unterschiedliche Zugänge zum Thema Moorrenaturierung ermöglicht.

Regional verankert und trotzdem übertragbar
Der regionale Aktionsplan schafft eine klare Grundlage für die weitere Umsetzung. Ergänzend zeigt das Freiwilligenkonzept, wie sich Menschen aktiv an der Moorrenaturierung beteiligen können. Beide Instrumente sind so aufgebaut, dass Erfahrungen aus dem Bezirk Kitzbühel aufgegriffen und an die jeweiligen Voraussetzungen anderer Bezirke angepasst werden können.

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