Freiwillige und Almbewirtschafter*innen bei der Almpflege im Alpbachtal

Almpflege im Alpbachtal: Gemeinsam für artenreiche Almen

Im Auftrag der KLAR! Alpbachtal entwickeln und begleiten wir ein Almpflegeprogramm zur Erhaltung artenreicher Almflächen. Gemeinsam mit Almbewirtschafter*innen, regionalen Akteur*innen und Freiwilligen setzen wir jene Arbeiten um, die im Almalltag zunehmend schwer zu bewältigen sind. Die ersten Pflegeeinsätze auf der Steinberg- und der Kolbentalalm zeigen eindrucksvoll, wie sich Klimawandelanpassung, Biodiversität und regionales Engagement verbinden lassen.

Von der Analyse zur konkreten Maßnahme

Am Beginn des Projekts stand die Frage, wie sich die Almen im Alpbachtal unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig erhalten lassen. Höhere Temperaturen und eine längere Vegetationsperiode fördern vielerorts die Verbuschung und den Bewuchs mit Farnen. Gleichzeitig bringen Muren und Felsstürze immer wieder Steine und Geröll auf die Weideflächen. Für die Bewirtschafter*innen entsteht dadurch ein erheblicher zusätzlicher Arbeitsaufwand.

Auf Grundlage vorhandener Informationen, regionaler Abstimmungen und gemeinsamer Begehungen wurden geeignete Almflächen ausgewählt und konkrete Pflegemaßnahmen mit den Bewirtschafter*innen festgelegt. Entscheidend war dabei, nicht bei der Analyse stehen zu bleiben, sondern möglichst rasch in die Umsetzung zu kommen.

Freiwillige und Almbewirtschafter*innen bei einem Almpflegeeinsatz im Alpbachtal

Gemeinsam anpacken auf zwei Almen

Den Auftakt bildete ein Freiwilligeneinsatz auf der Steinbergalm im Talschluss des Lueggrabens. Kurz darauf folgte ein zweiter Aktionstag auf der Kolbentalalm. Auf beiden Almen wurden gemeinsam mit den Bewirtschafter*innen jene Arbeiten umgesetzt, die für die Offenhaltung und Pflege der Flächen besonders wichtig sind. Auf der Steinbergalm entfernten die Teilnehmer*innen lose Steine, schnitten Büsche und aufkommende Bäume zurück und transportierten das anfallende Material aus den Flächen.

Die Arbeiten erfolgten auf beiden Almen in enger Abstimmung mit den Bewirtschafter*innen und unter fachlicher Anleitung. So konnten die Freiwilligen nicht nur tatkräftig mithelfen, sondern zugleich erfahren, wie viel Arbeit hinter der Erhaltung einer vielfältigen Kulturlandschaft und der Produktion hochwertiger regionaler Lebensmittel steckt.

Freiwillige bei der praktischen Almpflege auf der Steinbergalm
Jede helfende Hand ist ein Gewinn, wenn es um den Erhalt der artenreichen Kulturlandschaft geht! Bildnachweis: Renate Doppelbauer

Almpflege verbindet Klimaanpassung und Biodiversität

Regionale Almprodukte aus einer vielfältigen, bewirtschafteten Kulturlandschaft
Auf der Steinbergalm entstehen aus der gewonnenen Milch hochwertige Produkte wie Almkäse in Spitzen-Qualität. Bildnachweis: Renate Doppelbauer

Offene, extensiv bewirtschaftete Almflächen bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren einen wertvollen Lebensraum. Ihre Erhaltung ist jedoch kein Selbstläufer. Sie braucht eine kontinuierliche Bewirtschaftung, gezielte Pflegemaßnahmen und Menschen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Das Projekt verbindet daher mehrere Ziele:

  • Unterstützung engagierter Almbewirtschafter*innen
  • Erhaltung artenreicher und offener Almflächen
  • Anpassung der Almbewirtschaftung an klimatische Veränderungen
  • Einbindung der regionalen Bevölkerung und interessierter Gäste
  • Vermittlung der ökologischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Almwirtschaft

Ein Modell für weitere Almpflegeaktionen

Die Erfahrungen aus den ersten Einsätzen bilden die Grundlage für weitere Aktivitäten im Alpbachtal. Ergänzend entsteht zeitnah ein praxisnaher Leitfaden, der geeignete Maßnahmen, wichtige Rahmenbedingungen und einfache Möglichkeiten zur Erfolgskontrolle beschreibt.

Damit wird aus den ersten Freiwilligeneinsätzen ein übertragbares Modell: Almbewirtschafter*innen erhalten konkrete Unterstützung, Freiwillige können einen sichtbaren Beitrag leisten und die Region stärkt gemeinsam ihre wertvolle Kulturlandschaft.

Offene Almfläche nach der gemeinsamen Pflege durch Freiwillige
Nach getaner Arbeit: Bildnachweis: Hermann Sonntag

Du möchtest Naturschutz regional verankern?

Du planst eine Freiwilligenaktion, möchtest Biodiversitätsmaßnahmen gemeinsam mit Bewirtschafter*innen entwickeln oder ein Klimawandelanpassungsprojekt von der Idee in die Umsetzung bringen? Dann melde dich bei mir!

Gemeinsame Begehung auf der Kolbentalalm zur Vorbereitung der Pflegemaßnahmen
Zeitraum: 2026
Auftraggeber: KLAR! Alpbachtal / KlimaWerkstatt Alpbachtal
In Zusammenarbeit mit: KLAR! Alpbachtal, Almbewirtschafter*innen, regionale Freiwillige
Ort: Alpbachtal, Tirol
Leistungen: Handlungsanleitung, Kommunikation, Konzept, Naturschutz-Coaching, Projektmanagement

umgesetzte Projekte

  • Freiwillige und Almbewirtschafter*innen bei der Almpflege im Alpbachtal

    Almpflege im Alpbachtal: Gemeinsam für artenreiche Almen

    Konkrete Almpflege gemeinsam umsetzen: In der KLAR! Alpbachtal unterstützen Freiwillige die Bewirtschafter*innen bei der Erhaltung artenreicher Almflächen.
  • Felix Lassacher

    AMooRe: Regionale Kommunikation für Moorrenaturierung

    Regionale Kommunikationsarbeit für Moorrenaturierung
  • Didaktisches Moorkonzept Achenkirch

    Didaktisches Konzept für Schulexkursionen ins Leitenmoos in Achenkirch – mit Naturerfahrung, spielerischen Aktivitäten und forschendem Lernen.
  • Umweltbildungsprogramm für Tiroler Fischereiverband

    Umweltbildungsprogramm für den Tiroler Fischereiverband
  • Tiroler Naturpark Ranger

    Ausbildung zum Tiroler Naturpark-Ranger.
  • Skitourenlenkung Largoz-Voldertal

    Naturraum respektvoll nützen durch gemeinsame Besucherlenkung.
  • Moormodell PEAT 3 geht in Serie!

    Unser Moormodell PEAT 3 erklärt die Funktion und Bedeutung von Mooren einfach und anschaulich.
  • Museumsführer Holzerhütte Scharnitz

    Praktische Gebrauchsanweisung, Geschichtenheft und Drehbuch in Einem!
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    Die Klimareise mit der Welt im Labor kommt jetzt auch in eure Region!
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    Wir machen! Managementplan in die Umsetzung bringen.
  • Erklärvideos für die neue Ausstellung im Naturparkhaus Kaunergrat

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  • Skitourenlenkung Vitalregion über Innsbruck

    Naturraum respektvoll nützen.
  • Revitalisierung des Alten Gießens in Hinterriß

    Viele kleine Dinge machen, bewirkt auch Großes.
  • Anpacken – das Handbuch für Projekt- und Gruppenleiter*innen

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  • Die Klimareise – ein Tag mit guten Aussichten

    Eine anregende Reise von globalen Klimathemen über regionale Auswirkungen zum persönlichen Handlungsspielraum in der eigenen Organisation
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    Damit der Plan nicht (nur) „für die Fisch“ ist
  • Kleine Moosjungfer

    Moorrenaturierung und Forschung

    Wenn das Leben in den Mooren zurückkehrt
  • Team Karwendel am Issanger

    Die Freiwilligenplattform Team Karwendel

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
  • Bergsteigerbus in die Eng

    Wandern mit öffentlicher Anreise – der „Wöffi“ war geboren!

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  • Führung durch das Museum Holzerhütte

    Interregprojekt „Wege des Holzes“

    Scharnitz auf dem Holzweg
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    Erfolge messbar machen: Indikatoren etablieren

    Die eigene Arbeit wirkungsvoll auf den Weg bringen
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