Team Karwendel am Issanger

Die Freiwilligenplattform Team Karwendel

Alles begann mit einer knappen E-Mail im Spätherbst 2011, dass hinter dem Hafelekar oberhalb von Innsbruck viel Müll in der Landschaft liege und der Naturpark diesen entfernen sollte. Nach einer schnellen Kontrolle durch die Ranger stellte sich heraus, dass die Mengen alleine nicht bewerkstelligt werden können. So stellten wir eine Gruppe von Freiwilligen zusammen und machten uns an die Arbeit. Die Aktion war ein voller Erfolg. Aufgrund dieser positiven Erfahrung entstand die Idee, die Freiwilligenarbeit im Naturpark fix zu verankern. 

Von der Idee zur Umsetzung

Wir nutzten also das Winterhalbjahr, um eine völlig neue Freiwilligenplattform aufzustellen. Nachdem recht rasch passende Aktionen gefunden waren, ging es an wichtige praktische und rechtliche Fragen wie Werkzeug, Anmeldeplattform, Transport, Jause und Versicherungsschutz der Teilnehmer*innen. Im Frühling war es dann soweit. Wir konnten das „Team Karwendel“ präsentieren und zur ehrenamtlichen Mitarbeit aufrufen. Bereits im ersten Jahr konnten alle Aktionen stattfinden. Die ersten beiden Saisonen waren wir selbst bei jeder Aktion dabei, sukzessive konnten wir durch den Erfolg der Arbeit personelle Kapazitäten aufbauen und Schritt für Schritt wachsen.

Fest in der Naturschutzarbeit verankert

Inzwischen (Stand: September 2023) ist die zwölfte Arbeitssaison mit insgesamt 13 Aktionen und 1200 Freiwilligenstunden erfolgreich abgeschlossen worden. Die positive Wirkung der ehrenamtlichen Arbeit geht aber weiter über die unmittelbare Arbeitsleistung im Gelände hinaus. Sie hat wesentlich zur Verankerung des Naturparks gerade bei Vertreter*innen der Almwirtschaft und den Gemeinden beigetragen.

Team Karwendel wurde zum „Exportschlager“

Einige Naturparks haben inzwischen das System Team Karwendel in ihre Region übertragen. Das freut uns sehr, weswegen wir auch sämtliche Infos und Kenntnisse gerne geteilt haben. So ist inzwischen das Team Ammertal und im Naturpark Ötztal das Team iÖ entstanden. 

Ehrenamt im Naturschutz hat riesiges Potenzial

Österreich ist ein Land des Ehrenamtes. Laut Sozialministerium engagieren sich 49 Prozent der Österreicher*innen in irgendeiner Form für die Gesellschaft. Das Engagement für den Naturschutz spielt dabei erstaunlicherweise eine untergeordnete Rolle. Erstaunlich deshalb, weil es auf der einen Seite genug zu tun gäbe und auf der anderen Seite die Nachfrage nach bestehenden Aktionen extrem groß ist. Wir würden uns freuen, wenn du in deiner Region eine solche Initiative aufbauen willst und wir dich dabei unterstützen könnten!

Team Karwendel

APA-Meldung zum Start des Team Karwendel 2012

Zeitraum:
2012 bis 2023
Auftraggeber:
Naturpark Karwendel
In Zusammenarbeit mit:
Bio vom Berg
Leistungen:
  • Kommunikation
  • Konzept
  • Projektmanagement

umgesetzte Projekte

  • Die Klimareise – ein Tag mit guten Aussichten

    Eine anregende Reise von globalen Klimathemen über regionale Auswirkungen zum persönlichen Handlungsspielraum in der eigenen Organisation
  • Renaturierung Ribach

    Umsetzung Managementplan alpine Wildflüsse

    Damit der Plan nicht (nur) „für die Fisch“ ist
  • Kleine Moosjungfer

    Moorrenaturierung und Forschung

    Wenn das Leben in den Mooren zurückkehrt
  • Team Karwendel am Issanger

    Die Freiwilligenplattform Team Karwendel

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
  • Bergsteigerbus in die Eng

    Wandern mit öffentlicher Anreise – der „Wöffi“ war geboren!

    Öffentliche Anreise gewinnt an Bedeutung
  • Führung durch das Museum Holzerhütte

    Interregprojekt „Wege des Holzes“

    Scharnitz auf dem Holzweg
  • Forschung Heuschrecken auf der Schotterbank

    Erfolge messbar machen: Indikatoren etablieren

    Die eigene Arbeit wirkungsvoll auf den Weg bringen
  • Naturparkhaus Hinterriß mit Außengelände

    Oasen der Artenvielfalt

    Chancen müssen genutzt werden
  • Heimat Österreich-Dreh

    Öffentlichkeitsarbeit - wir haben einen Plan!

    Solide Öffentlichkeitsarbeit muss nicht teuer sein
  • Junior Ranger im Moor

    Etablierung der Junior-Ranger

    Gekommen, um zu bleiben
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